Rock to Heaven am Gärtnerplatztheater München

TanzNeuland

Rock to Heaven

Dreiteiliger Ballettabend der anderen Art, mit neuen Choreografien & Rockmusik

Rockmusik ist ein Lebensgefühl mit einer einzigartigen Energie, die auch mit Ballett hervorragend harmoniert: Das Gärtnerplatztheater präsentiert drei neue Choreografien von Karl Alfred Schreiner, Jacopo Godani und Frédérick Gravel. Mit einem Rhythmus, der sofort ins Blut geht.

Sinnestaumel: Vesna Mlakar war für Thea in der Premiere und berichtet von ihren Eindrücken:

Vom Titel „Rock to Heaven“ des neuen Ballettabends am Gärtnerplatztheater braucht man sich nicht abschrecken lassen. Die drei Choreografien von Karl Alfred Schreiner, Jacopo Godani und Frédérick Gravel – allesamt Uraufführungen – verzichten auf allzu heftige wummernde Bässe und E-Saiten-Gejaule. Den impulsiven, wechselhaft-reizvollen Stimmungen tut dies keinen Abbruch!


Im Taumel der Emotionen

Im neuen Ballett-Dreiteiler „Rock to Heaven“ des Staatstheaters am Gärtnerplatz spiegelt sich Lebensgefühl in seiner ganzen Bandbreite wider. Das Ballett des Gärtnerplatztheaters darf hier – stilistisch quasi von der Leine gelassen – in einen live gespielten Rockkosmos abtauchen. Rock steht für Freiheit, bricht mit Regeln und vermag Grenzen zu überschreiten. Er kann laut sein oder poetisch leise, mag abschrecken oder süchtig machen. Der erste, von Ballettdirektor Karl Alfred Schreiner selbst umgesetzte Teil handelt von den Schattenseiten eines Lebens als Rockstar. Da geht es ziemlich aufgekratzt zur Sache!

Jacopo Godanis unmittelbar darauffolgendes Stück – ein langer, technisch überwältigender Pas de deux als Höhepunkt des Abends – kommt so extrem daher, als hätten beide Interpreten ihr Knochengerüst in der Garderobe gegen ein Gummiskelett getauscht. Allein das muss man gesehen haben!

Im letzten Werk, das sich mit Alexander Quetell am Mikro wie ein Konzert oder als Dance-Album ausgibt, versucht Frédérick Gravel mit humorvollen, selbstreflexiven Seitenhieben aufzuzeigen, wie die kreative Erarbeitung eines zeitgenössischen Tanzstücks aussehen kann. 

Zum Interview mit Trompeter Julian Hesse

Zur Stückbeschreibung des Gärtnerplatztheaters



Du möchtest weitere Kritiken von Vesna Mlakar lesen? Die Tanzkritikerin hat auch andere Inszenierungen für Thea besucht und darüber geschrieben:

Common Ground

Glitsch

Enrique Gasa Valga


 

 

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