Mit schwarzem Humor auf die Welt von heute blicken – Nora Abdel-Maksoud befragt mit ihrem neuen Stück in den Münchner Kammerspielen den Dialog unserer Gesellschaft. Wie diskutieren wir, was darf man sagen, was nicht? Wohin führt die Woke-Debatte? Nach links, nach rechts?
Kulturjournalist Peter Eidenberger hat die Premiere besucht:
Die Münchner Autorin Nora Abdel-Maksoud bleibt sich auch bei Wokey Wokey (nach Jeeps 2021 und Doping 2024, auch Kammerspiele) treu. Als Regisseurin sprintet sie wieder mit Hochgeschwindigkeit durch ihren beißenden Text: dieses Mal geht's um Dreharbeiten einer Neuverfilmung von Orwells 1984. Die scheitern, denn zwischen woke und anti-woke explodiert ein Kulturkampf zwischen links und rechts, die Grenzen verschwimmen, der Disput wird immer verworrener. Wo stehen wir: ein Filmset als Spiegel der Gesellschaft, auf der Kinoleinwandbühne ist das ein heftig bejubeltes Fest der (auch körperlichen) Komödiantik, ein bisschen zu atemlos stellenweise, aber hinreißend verkörpert: Johanna Eiworth als Regisseurin, Stefan Merki als Star mit Größenwahn, Maren Solty und Vincent Redetzki als erst tumbe, später gefährliche Kleindarsteller. -pe/vs-
Münchner Kammerspiele Schauspielhaus
Maximilianstraße 26-28
80539 München
Ohne Pause
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